Alexander Erb

Alexander Erb

Im Gespräch
Position
Legal Engineer Operations & Development – Legal & Software Engineering
Bei FROMMER LEGAL seit
Juni 2020
Studium I Abschluss
Diplom-Geograph Univ. (Studienrichtung Wirtschaftsgeographie)

Alexander Erb

Im Gespräch
Alexander Erb
Position
Legal Engineer Operations & Development – Legal & Software Engineering
Bei FROMMER LEGAL seit
Juni 2020
Studium I Abschluss
Diplom-Geograph Univ. (Studienrichtung Wirtschaftsgeographie)

Lieber Alexander, in unserer Kanzlei bist Du ein „Legal Engineer“. Was verbirgt sich denn genau hinter dieser exotischen Bezeichnung?

Als Legal Engineers bei FROMMER LEGAL hauchen wir dem Begriff Legal Tech, also der Digitalisierung der juristischen Arbeit, Leben ein. Immer wenn Arbeitsprozesse durch Automatisierung effizienter gestaltet und hinsichtlich ihrer Qualität Verbesserungen erfahren sollen, sind wir gefragt. Dies gilt vor allem dann, wenn es keine fertigen Softwareprodukte „von der Stange“ gibt, es sich also um eine speziell juristische Anforderung handelt, der sich die großen Softwareschmieden (bisher noch) nicht angenommen haben. Am Ende steht bei uns immer das Ziel, die anwaltliche Dienstleistung zumindest in Teilen skalierbar zu machen und unsere Anwält:innen zu entlasten, so dass sich diese auf die Kernaspekte ihrer Arbeit fokussieren können.

Kann man also sagen, dass diese Berufsbezeichnung noch recht neu ist?

Das trifft in meinen Augen zu. Das Betätigungsfeld gibt es ja auch noch nicht übermäßig lange und mit Blick in einschlägige Karriereportale wird klar, dass wir als Legal Engineers die Lücke zwischen Recht und Informatik schließen. Eine Lücke die sich mit fortschreitender Digitalisierung im Rechtsbereich immer öfter auftut.

Inwiefern waren juristische Vorkenntnisse bei Deinem Einstieg in unsere Kanzlei wichtig bzw. welche Fachkenntnisse sollte man mitbringen?

Aus meiner Selbständigkeit hatte ich einige Vorkenntnisse bzgl. des Kerngeschäfts bei FROMMER LEGAL, also der täglichen Arbeit von Anwält:innen. Ich muss allerdings sagen, dass ich mir das meiste in den ersten Monaten angeeignet habe. Vor allem Dank der Engelsgeduld meiner Kolleg:innen hat das prima geklappt. An dieser Stelle dafür erneut ein riesiges Dankeschön. Die Seite der Informationstechnologien und vor allem die Aspekte der Prozessoptimierung und analytischen Herangehensweise an Problemstellungen hatte ich deutlich mehr verinnerlicht. Das hat mir von Anfang an sehr geholfen.

Mit welchen Herausforderungen hast Du im Arbeitsalltag zu kämpfen?

Schnittstellenarbeit ist beides, zielgerichtete Kommunikation mit allen Akteur:innen, aber auch handfeste Projektarbeit gepaart mit operativen Tätigkeiten. Ich denke, wenn jemandem wie mir beides unglaublich Spaß macht, ist es manchmal schwierig, die tägliche Balance zwischen beiden Tätigkeiten zu finden und dabei nichts zu kurz kommen zu lassen.

Und hattest Du schon ein richtiges AHA-Erlebnis?

An ein wirklich großes AHA-Erlebnis kann ich mich ad hoc nicht erinnern, jedoch aber an viele kleine, denn ich denke, genau das macht unsere Tätigkeit aus. Wir suchen nach Wegen und entdecken solche, die verborgen - oder wenn wir besonders gut sind -, vorher noch gar nicht da waren. Wenn es dann so klappt wie gewünscht… Gibt’s ein AHA!

Im Prinzip nimmst Du Anwält:innen oder auch Rechtsanwaltsfachangestellt:innen einen großen Teil an Arbeit ab, indem du sich wiederholende Kanzlei-Prozesse automatisierst. Gab es da schon mal ein Dankeschön seitens der Kollegschaft oder sieht man diese Prozesse schon als Selbstverständlichkeit?

Für unsere Arbeit gibt es fortwährend größte Wertschätzung. Oft sind es sogar die kleinen Probleme, die aus unserer Sicht banal anmuten, welche aber – einmal gelöst - den Anwält:innen und Rechtsanwaltsfachangestellt:innen viel Zeit sparen und die Nerven schonen. Wir freuen uns gemeinsam darüber und diese Freude spürt man. Ich denke, das ist auch genau die Arbeitsweise, die Menschen bei uns antreibt. Gemeinsam Dinge auf eine fortschrittliche Weise zu erledigen.

Kann ein Quereinstieg im Bereich Legal Engineering sinnvoll sein?

Ich muss hier ein wenig scherzhaft antworten… Doch, ja, für mich war er absolut sinnvoll.
Ein völliger Quereinstieg, der es – zugegeben - bei mir nicht war, also von Null an ohne jedes Hintergrundwissen, ist aber sicherlich schwer.

Ich habe Dich bei uns über die Zeit als einen durchweg positiven und strahlenden Kollegen wahrgenommen, sowas fällt natürlich auf :-) Daher eine ganz persönliche Frage zum Schluss: Was ist Dein Glücksgeheimnis?

Es ist kein Geheimnis, nur ein Sprüchlein, das ich für mich ein wenig umgedreht habe und auch immer meinen Kindern vorbete: Was Du willst, das man Dir tu', das füg auch allen andren zu!
In diesem Sinne ist übrigens ein Lächeln in meinen Augen die sicherste und lohnenswerteste Investition in der heutigen Zeit. Das hat sich in den Jahren bei FROMMER LEGAL auch schon mehr als bewahrheitet.

Alexander, ich danke Dir von Herzen für Deine offenen Worte. Bis bald!

 

 

Dieses Interview wurde geführt von:
Natalia Künstle

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